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Bernhard Leber Bernhard Leber ist männlich
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Der Dom von Salbor-Stadt





__________________
Kardinal Bernhard Leber
Erzbischof von St. Luca und
Metropolit der Demokratischen Union
Mitglied im Kollegium der Kardinäle der heiligen und apostolischen Katholischen Kirche
17.05.2009 11:18 Bernhard Leber ist offline Beiträge von Bernhard Leber suchen Nehmen Sie Bernhard Leber in Ihre Freundesliste auf
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Bürgernummer: 100388
Herkunft: Söderhamn, Salbor

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Wenn die Katholiken hier auch in der Minderheit sind; dennoch schön dass es hier so etwas gibt.

*nimmt in einer der Bänke Platz*

__________________
RA Prof. Prof. Pjotr Jerkov
Fachanwalt für Strafrecht
17.05.2009 12:13 pjotr ist offline E-Mail an pjotr senden Homepage von pjotr Beiträge von pjotr suchen Nehmen Sie pjotr in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie pjotr in Ihre Kontaktliste ein
Bernhard Leber Bernhard Leber ist männlich
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Zieht unter den Klängen der Orgel in die Kathedrale ein.

Liebe Gemeinde,
in der Heiligen Schrift lesen wir:
"Und als er noch redete, siehe, da kam Judas, einer von den Zwölfen, und mit ihm eine große Schar mit Schwertern und mit Stangen, von den Hohenpriestern und Ältesten des Volkes. Und der Verräter hatte ihnen ein Zeichen genannt und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's; den ergreift. Und alsbald trat er zu Jesus und sprach: Sei gegrüßt, Rabbi!, und küsste ihn. Jesus aber sprach zu ihm: Mein Freund, dazu bist du gekommen? Da traten sie heran und legten Hand an Jesus und ergriffen ihn. Und siehe, einer von denen, die bei Jesus waren, streckte die Hand aus und zog sein Schwert und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm ein Ohr ab. Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen."

Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchster.

Liebe Gemeinde,
Jesus spricht: "Wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen." Er sagt dies in einer ganz bestimmten Situation, nämlich als Petrus ihn verteidigen will. Verteidigen gegen eine Überzahl bewaffneter, die gekommen sind, um ihn zu verhaften und in den Kerker zu werfen. Es geht um Jesu Sicherheit.
Und dennoch gebietet Jesu ihm: "Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen."
Auch heute greifen Menschen zu den Waffen, um für ihre Sicherheit zu sorgen. Sie legen sich große Arsenale zu, gefüllt mit Waffen und Munition. Ja, sogar Waffen, von denen sie wissen, dass sie nicht nur Soldaten töten, was ja an sich schon schlimm genug ist, sondern Waffen, die nicht unterscheiden zwischen Soldaten und Zivilisten, Männern, Frauen und Kindern ja noch nicht einmal zwischen Menschen und der übrigen Schöpfung Gottes, und daher auch als Massenvernichtungswaffen bezeichnet werden. Es sind dies Atombomben sowie chemische oder biologische Substanzen, die von Menschen erschaffen wurden, um anderen Menschen ein größtmögliches Leiden und Qualen anzutun.
Wenn man sie fragt, warum sie solche Waffen herstellen, dann verweisen sie auf andere Länder, die ja auch solche Waffen haben, und vor denen man sich nur schützen könne, wenn man selber über solche Waffensysteme verfügt; nur dann könne man selber in Frieden und Sicherheit leben. Und so belauern sie sich gegenseitig, die Mächtigen dieser Welt. Voller Misstrauen, kompromisslos jeden Milimeter staatlicher Souveränität verteidigend - mit Waffen, die, wenn sie zum Einsatz kommen, die Frage nach staatlicher Souveränität überflüssig werden lässt, da das Leben auf unserer Erde danach aufgehört haben wird zu existieren.
Nein, ihr Politiker in Chinopien, Astor, Albernien, Irkanien oder anderswo, die ihr glaubt unsere Welt mit Euren Todesinstrumenten und -substanzen vollstopfen zu müssen, Eure Welt der Aufrüstung erkennen wir nicht an. Euer Handeln verstößt nicht nur gegen jede Moral und Ethik, sei sie nun religiös begründet oder nicht, sie ist ein Angriff auf das Leben selbst, sie ist ein Angriff auf die Schöpfung und ein Angriff gegen das Gebot "Du sollst nicht töten"!
In vielen Ländern der Welt sorgen sich die Menschen nicht um Waffen, sondern um das tägliche Brot, sorgen sich Menschen um ihre Verwandten und Freunde, die in den Gefängnissen grausamer Diktatoren darben und vor ihren Schergen auf der Flucht sind, sie sorgen sich um die Bewahrung der Schöpfung, um die Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit als Ausdruck brüderlicher Nächstenliebe sowohl innerhalb der Länder als auch global.
Ein jeder von uns kann zum Frieden beitragen, zum Beispiel, wenn wir dort helfen, wo Menschen hungern. Wir werden mit um so besserem Gewissen für unser tägliches Brot bitten, wenn wir lernen, es zu teilen.
Von den Mächtigen dieser Welt aber fordern wir eine Welt in Solidarität und Frieden, statt mit Eurer Aufrüstung und euren Kriegen. Ihr, die groß und mächtig seid, und die Geschicke dieser Welt lenkt, tragt eine besondere Verantwortung für den Frieden: es ist Eure Aufgabe, den Weg heraus aus der Rüstungsspirale zu suchen und zu finden. Die Menschen sehnen sich nach einem Frieden, nicht gesichert wird durch Waffen und durch Abschreckung, sondern durch praktische Zusammenarbeit, durch Freizügigkeit und durch gerechte Ordnungen.
Amen.

Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

Liebe Gemeinde, wir sprechen un das Glaubensbekenntnis:

Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.
Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.
Amen.

Lasset uns beten:

Jesus Christus, Du gibst uns Dein Gebot geschwisterlicher Liebe.
Du öffnest uns darin den Weg des Glücks und des Friedens.
Du selber warst solidarisch mit Deinen Jüngern in Bedrängnis.
Du warst solidarisch mit einem schwachen Kind.
Du stellst dich auch heute ganz auf die Seite all derer,
die gedemütigt und in ihrer Menschenwürde bedroht werden.
Stärke uns, Herr, damit durch unseren Dienst
Dein heilendes und rettendes Wort alle erreicht,
die von Dir besonders geliebt sind: die Armen
dieser Welt. Sie haben keine andere Heimat als
Dein liebendes Herz, in dem sie sich bergen
möchten, um dort für immer etwas von der
Fülle des Lebens zu erfahren.
Jeden Tag hören wir von Menschen, die die
Opfer der Kriege beweinen: Frauen und Männer,
Mütter und Väter, Töchter und Söhne. Sie leiden
unter dem Tod ihrer Lieben, der Zerstörung
ihrer Häuser und dem Verlust ihrer Heimat.
Gott unser Vater, schenke ihnen etwas
von jener Hoffnung, die Maria erfüllt hat:
Um der Gewalt zu entfliehen, wurde sie in
Ägypten zur Asylantin. Sie beweinte Deinen
Sohn, als er am Kreuz ein Opfer menschlicher
Gewalt wurde.
Denn viele Menschen unserer einen Welt
sind verwundet. Mache uns zu guten
Samaritern, zu Botinnen
und Boten Deiner heilenden Liebe.
Amen.

Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

Lasset uns beten, wie Jesus Christus es uns gelehrt hat:

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Breitet die Arme aus:

Der Herr beschütze dich und behüte dich,
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig,
der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und
schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.

Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz:

Amen.

Zieht unter den Klängen der Orgel aus die Kathedrale aus.

__________________
Kardinal Bernhard Leber
Erzbischof von St. Luca und
Metropolit der Demokratischen Union
Mitglied im Kollegium der Kardinäle der heiligen und apostolischen Katholischen Kirche

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Bernhard Leber: 17.05.2009 13:29.

17.05.2009 13:27 Bernhard Leber ist offline Beiträge von Bernhard Leber suchen Nehmen Sie Bernhard Leber in Ihre Freundesliste auf
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*Im Namn des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes*

__________________
RA Prof. Prof. Pjotr Jerkov
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17.05.2009 13:55 pjotr ist offline E-Mail an pjotr senden Homepage von pjotr Beiträge von pjotr suchen Nehmen Sie pjotr in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie pjotr in Ihre Kontaktliste ein
Bernhard Leber Bernhard Leber ist männlich
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Zieht unter den Klängen der Orgel in die Kathedrale ein.

Liebe Gemeinde,
wir lesen in der Heiligen Schrift:
"Und siehe, ein Gesetzesgelehrter stand auf und versuchte ihn und sprach: Lehrer, was muß ich getan haben, um ewiges Leben zu erben? Er aber sprach zu ihm: Was steht in dem Gesetz geschrieben? Wie liest du? Er aber antwortete und sprach: `Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Verstand und deinen Nächsten wie dich selbst. Er sprach aber zu ihm: Du hast recht geantwortet; tu dies, und du wirst leben.
Indem er aber sich selbst rechtfertigen wollte, sprach er zu Jesus: Und wer ist mein Nächster?
Jesus aber erwiderte und sprach: Ein Mensch ging von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter Räuber, die ihn auch auszogen und ihm Schläge versetzten und weggingen und ihn halbtot liegen ließen. Von ungefähr aber ging ein Priester jenen Weg hinab; und als er ihn sah, ging er an der entgegengesetzten Seite vorüber. Ebenso aber kam auch ein Levit, der an den Ort gelangte und sah ihn und ging an der entgegengesetzten Seite vorüber. Aber ein Samariter, der auf der Reise war, kam zu ihm hin; und als er ihn sah, wurde er innerlich bewegt; und er trat hinzu und verband seine Wunden und goß Öl und Wein darauf; und er setzte ihn auf sein eigenes Tier und führte ihn in eine Herberge und trug Sorge für ihn.
Und am folgenden Morgen zog er zwei Denare heraus und gab sie dem Wirt und sprach: Trage Sorge für ihn; und was du noch dazu verwenden wirst, werde ich dir bezahlen, wenn ich zurückkomme.
Was meinst du, wer von diesen dreien der Nächste dessen gewesen ist, der unter die Räuber gefallen war? Er aber sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm übte. Jesus aber sprach zu ihm: Geh hin und handle ebenso!"

Es singt der Kirchenchor.

Liebe Gemeinde,
was muss man tun, um das ewige Leben zu erben? Mit dieser Frage tritt ein Schriftgelehrter an Jesus heran und gibt ihm zur Antwort "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Verstand und deinen Nächsten wie dich selbst." Und Jesus empfiehlt ihm, genau danach zu leben.
Die Geschichte hätte hier zu ende sein können, wenn der Schriftgelehrte nicht eine wichtige Frage aufgeworfen hätte, nämlich die Frage, wo die Hilfsbereitschaft an ihre Grenzen stößt. Jesus antwortet nicht theoretisch, sondern mit einer beispielhaften Geschichte, und entlarvt das Wissen des Schriftgelehrten als tote Theorie, solnge sich dieses Wissen nicht in praktischer Hilfe über die Grenzen allgemeiner Konvention hinaus bewährt.
Aber wie ist es mit uns selbst? Auch wir wissen theoretisch, was zu tun ist, wenn Menschen in Not und Gefahr geraten sind. Aber wie oft bleibt nicht unser Wissen über das Tun des Guten nur Theorie, wie oft gehen wir an denjenigen einfach vorbei, der unsere Hilfe benötigt; sei es aus Termingründen, aus Konvention, aus Egoismus oder vielleicht auch "christlichen" Beweggründen - ganz nach dem Motto "Hilf Dir selbst, dann hilft Gott"?
Oder wie oft haben wir uns nicht gedacht: dafür bin ich nicht zuständig. Für was gibt es den Sozialstaat, die Polizei, die Gerichte, die Notärzte oder andere, die zur Hilfe oder Abhilfe von Amts oder Berufs wegen da sind.
Insgesamt drei Menschen komment an der Stelle des Überfalls vorbei: ein Priester, ein Tempeldiener, den man Levit nannte, weil diese Tempelmitarbeiter ursprünglich aus dem Stamm Levi stammten, und schließlich ein Samaritaner, ein Mensch also, der einer Gruppe angehörte, auf die die Juden zur Zeit Jesu verächtlich herabsahen.
Denn diese Samariter waren keine "waschechten" Israeliten, sondern die Nachkommen von assyrischen Besatzungssoldaten, die vor vielen Jahrhunderten mit israelitischen Frauen Kinder hervorgebracht hatten. Hinzu kam, dass diese Samaritaner einen religionsvermischten Glauben hatten und als ihr Hauptheiligtum nicht den Tempel in Jerusalem, sondern ein Heiligtum auf dem Berg Garizim nutzten. Erschwerend waren üble Gerüchte über die Samaritaner, etwa ihre angebliche "Verunreinigung" des Jerusalemer Tempelplatzes durch Verstreuen menschlicher Gebeine.
Der Priester geht an dem Überfallenen in seiner Not wahrscheinlich darum vorüber, weil er die Vorschrift kennt, dass sich derjenige, der eine Leiche berührt, verunreinigt und damit sich selbst disqualifiziert für den Dienst im Tempel. Indem Jesus den Priester als ersten anführt als einen, der das alle anderen Regeln überragende Gebot der Notfallhilfe missachtet, macht er indirekt deutlich, dass in seiner Sicht die jüdischen Reinigungsgebote und- Verbote durch sein Kommen an ihr Ende gekommen sind.
Der Levit mag aus Angst, von den möglicherweise hinter dem Felsen nur auf eine weitere günstige Gelegenheit für einen Überfall lauernden Räubern ebenfalls überfallen zu werden, ebenfalls schnellen Schrittes an dem Zusammengeschlagenen vorübergegangen sein.
Nur der dritte Passant, ausgerechnet ein Mitglied der verfemten Volksgruppe der Samariter, hält an, überwindet alle sicher auch in ihm aufkommende Angst, und hilft.
Ein Samaritaner hilft einem Volksfeind und einem Glaubensfremden und beschämt die Rechtgläubigen der erwählten Heilsgemeinde, den Priester und den Tempeldiener. Hinter dieser Geschichte Jesu steht unausgesprochen aber die Frage. Wo haben denn Liebe und Barmherzigkeit ihre Grenzen?
Jesus gibt Antwort auf diese Frage: Liebe und Barmherzigkeit kennen keine Grenzen. Liebe und Barmherzigkeit bleiben unbeirrt. Liebe und Barmherzigkeit machen frei. Liebe und Barmherzigkeit durchbrechen die Grenzen, die Feindschaft, Rachsucht, Glaubensfanatismus und Egoismus gesetzt haben.
Wenn Jesus sagt: "Geh' hin und tue desgleichen", dann sagt er nicht "such' Dir Deinen Hilfebedürftigen", sondern er sagt: "Du hast Gott zum Vater, der Schluss gemacht hat mit den Grenzen, die Menschen gezogen haben, Grenzen des Standes, der Hautfarbe, der Religion, der Klasse, der Bildung und der Nation. Geh' hin und überspringe diese Grenzen deiner Ängstlichkeit, deiner Sorge um dich selbst, deiner Sorge um dein ungestörtes, zufriedenes, gemütliches Leben, in das sich die Not des anderen nicht zu sehr einmischen darf."
Und schließlich zeigt uns die Episode zwischen Samariter und Wirt, dass wir nicht alles selbst machen müssen, um Menschen zu helfen. Hilfe kann auch bedeuten, Fachleute der Ärzteschaft, der Sucht-, der Schulden- und Arbeitslosenberatung hinzuzuziehen, die vielleicht viel besser helfen können als wir Laien. Aber dies entbindet uns nicht von unserer Verantwortung für den, der unsere Hilfe, unseren Trost, unser Opfer an Zeit und Geld und unsere Zuwendung braucht. Es gilt für uns, als Nächste zu handeln und nicht über die Nächsten blutleere Theorien zu spinnen.
Amen

Es singt der Kirchenchor.

Lasst uns beten, wie Jesus Christus es uns gelehrt hat:

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Breitet die Arme aus:

Der Herr beschütze dich und behüte dich,
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig,
der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und
schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.

Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz:

Amen.

Zieht unter den Klängen der Orgel aus der Kathedrale aus.

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Kardinal Bernhard Leber
Erzbischof von St. Luca und
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06.09.2009 23:52 Bernhard Leber ist offline Beiträge von Bernhard Leber suchen Nehmen Sie Bernhard Leber in Ihre Freundesliste auf
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*wirft beim Hinausgehen noch ein paar Münzen in den Opferstock*

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07.09.2009 01:02 pjotr ist offline E-Mail an pjotr senden Homepage von pjotr Beiträge von pjotr suchen Nehmen Sie pjotr in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie pjotr in Ihre Kontaktliste ein
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Unter den Klängen der Orgel zieht der Erzbischof in die Kathedrale ein.


Liebe Gemeinde, in der Heiligen Schrift lesen wir:
"Als er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich; und seine Jünger traten zu ihm. Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Selig sind die Friedfertigen;1 denn sie werden Gottes Kinder heißen. Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen. Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind."

Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

Liebe Gemeinde,
Jesus sagt uns etwas erfreuliches, er sagt den Menschen das Reich Gottes ohne jede Bedingungen zu. Jesus preist die Menschen glücklich, weil Gott sich Ihnen zuwendet, denn selig sein heißt ja nichts anderes als "glücklich sein". Wer aber wird denn selig gepriesen? Sind es die Schönen, die Reichen, die Erfolgreichen, die Gewalttätigen oder diejenigen, die sich abwenden von der Glaubensgemeinschaft um des öffentlichen Applaus' willen?
Dass Jesus von all dem nicht redet in seinen Seligpreisungen, zeigt, dass für ihn das wahre Glück nicht in Geld oder Besitz, nicht in Gesundheit oder Erfolg, nicht im Mehr-Haben oder Sich-immer-mehr-leisten-Können liegt. Das alles sind ja Vergängliche Dinge, die uns abhanden kommen können und auf die darum gerade dann kein Verlass ist, wenn es am meisten draufankäme. Jesus sagt im Gegensatz dazu: „Selig sind die Trauernden…, die Barmherzigen…, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit…, die Frieden stiften…, die um meinetwillen geschmäht werden…“.
Jesus bringt Weinenden und Trauernden neuen Lebensmut und neue Hoffnung. „Selig die Sanften - sie werden das Land erben“. Früher hiess es: „Selig sind die Sanftmütigen“ oder man könnte auch sagen „die Ohnmächtigen“. Das sind die, welche das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit nicht aus eigener Kraft durchsetzen wollen, sondern das ganz von Gott erwarten. Ihnen wird nicht etwa Macht versprochen, wie das bei allen menschlichen Revolutionen der Fall ist, sondern ihnen wird „das Land“ verheissen. Sie passen ins Reich Gottes, weil sie auf Gewalt und Machtansprüche verzichten.
Jesus bezeichnet sich selbst als sanftmütig oder sanft, wenn er später sagt: „Kommt zu mir, all ihr Geplagten und Beladenen: ich werde euch Ruhe geben. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin sanft und den Geringen von Herzen zugetan; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele“. Darum reitet Jesus dann auch nicht auf dem hohen Ross der Machthaber in die Hauptstadt Jerusalem ein, sondern „sanft“ auf einem Esel, dem Reittier der gewöhnlichen Leute. Es ist das Gegenteil von dem, was viele Machthaber glauben tun zu müssen: anderen ihren Willen aufzwingen, in der irrigen Annahmen, sie könnten dadurch die Welt verbessern.
„Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit“. Denn es gehört zum Wesen des Reiches Gottes, dass Gerechtigkeit verwirklicht und damit auch jeder Hunger gestillt wird. Das ist auch ein Appell an die hiesige Justiz im Lande: Gerechtigkeit kann nur dann stattfinden, wenn Verfahren zügig abgeschlossen und Urteile zeitnah und nicht erst nach Monaten oder gar erst Jahren gefällt werden. Denn verspätete Gerechtigkeit ist nichts anderes als verweigerte Gerechtigkeit.
„Selig die Barmherzigen - sie werden Barmherzigkeit erfahren“. Sie handeln wie
der barmherzige Samariter aus dem Gleichnis und greifen dort helfend ein, wo sie gerade gebraucht werden, und zwar ohne Schielen auf den eigenen Vorteil. Sie passen ins Reich Gottes, weil Gott selber barmherzig ist. „Seid barmherzig, wie
euer Vater (im Himmel) barmherzig ist“, sagt Jesus.
„Selig, die reinen Herzens sind“. Das sind Menschen, die im Innersten ihrer Person nicht gespalten sind, sondern „von ganzem Herzen“ Gott, den Nächsten und sich selber lieben können - also nicht nur mit halbem Herzen oder mit noch weniger. Weil wir auch das nicht aus eigener Kraft können, bittet der Psalmist: „Schaffe mir, Gott, ein reines Herz“. Jesus verheisst da: „Sie werden Gott schauen“. Sie werden Gottes Liebe von Angesicht zu Angesicht, von Person zu Person erfahren.
„Selig die Frieden stiften“, fährt Jesus weiter. Da wird es besonders deutlich, dass Jesus nicht nur eine gute Gesinnung meint oder schöne Worte, sondern aktive Taten: aktiv Frieden schaffen. Er bringt uns Frieden mit Gott. Dieser innere Frieden ermöglicht uns, selber Frieden stiftend zu leben. Die Friedensstifter „werden Söhne Gottes genannt werden“, verheisst Jesus hier, d.h. sie werden als Frauen und Männer in einer so engen Beziehung zu Gott stehen wie bis anhin nur er, der wahre Sohn Gottes.
Und zuletzt preist Jesus die Verfolgten selig, und zwar gerade zweimal: zuerst die „um der Gerechtigkeit willen“ Verfolgten und dann die „um meinetwillen“ Geschmähten und Verfolgten, Menschen, denen man Verleumdungen anhängt und böses nachsagt, weil sie Christus nachfolgen. Da spricht Jesus höchst unangenehmes aus, das nicht unsern Träumen vom Happy-Life entspricht: Sich-Bekennen zu Christus und Sich-Einsetzen für das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit kann Verfolgung und Verleumdung nach sich ziehen. Es kann Nachteile oder gar Leiden mit sich bringen. Denn es gibt immer Menschen, die von ungerechten Zuständen profitieren und sich darum gegen mehr Gerechtigkeit wehren. Solche Erlebnisse verbinden die Geschmähten mit den biblischen Propheten und mit Jesus selber, der ja auch verspottet und dann sogar hingerichtet worden ist. Ihnen wird noch einmal die Verheissung der ersten Seligpreisung zugesagt: „Ihnen gehört das Himmelreich“. Weil sie mit Jesus verbunden sind - gerade auch in Verspottung und Leiden -, sind sie mit ihm auch darüber hinaus verbunden in der Auferstehung und im kommenden Reich Gottes. Das gibt ihnen eine Perspektive und Hoffnung trotz allem. Darum kann Jesus hier am Schluss sogar sagen: „Freut euch und jubelt, denn euer Lohn im Himmel ist gross“. Der himmlische Lohn ist nicht etwas, das verdient werden kann, sondern es ist die ungetrübte Gemeinschaft mit Gott, die wahre Seligkeit, der umfassende Frieden im Reich Gottes, das Heil. Darüber können wir uns jetzt schon freuen, und mit dieser Freude kommt jetzt schon ein Stück Reich Gottes in unser Leben herein.

Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

Liebe Gemeinde, lasst uns jetzt gemeinsam unser Glaubensbekenntns sprechen:

Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.
Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.
Amen.

Nachdem wir so nun unseren Glauben gestärkt sowie die Einheit und Unteilbarkeit der Heiligen Katholischen Kirche bestätigt haben, lasst uns beten, wie Jesus Christus es uns gelehrt hat:

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Breitet die Arme aus:

Der Herr beschütze dich und behüte dich,
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig,
der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und
schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.

Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz:

Amen.

Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

Unter den Klängen der Orgel zieht der Erzbischof aus der Kathedrale aus.

__________________
Kardinal Bernhard Leber
Erzbischof von St. Luca und
Metropolit der Demokratischen Union
Mitglied im Kollegium der Kardinäle der heiligen und apostolischen Katholischen Kirche

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Bernhard Leber: 11.01.2010 18:56.

11.01.2010 18:55 Bernhard Leber ist offline Beiträge von Bernhard Leber suchen Nehmen Sie Bernhard Leber in Ihre Freundesliste auf
Târâ Kasturbai Gyatso Târâ Kasturbai Gyatso ist weiblich
Târâ der Atraverdischen Schule des Tir-Buddhismus


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Dabei seit: 01.05.2009
Bürgernummer: 100446
Herkunft: Thingsala (Salbor, DU), Rep. Atraverdo/TOR Rajansa (FR Tir Na nÒg)

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*Gerd Snöre geht zu Ihm und fragt ob seine Gemeinden sich nicht der Ratelonska-Katholska Kyrkan anschließen möchten.*

__________________
Shanti

Kasturbai Gyasto
Mitgl. d. UP der VL & OB'm. Thingsala
V.'pres. & Pr. Min. Atraverdo
VR Soziales, Umwelt & Sport Tir Na nÒg

P.S.:

Sag Nein zu Nationalismus,
sag nein zu Bürokratie und Jurawahn,

damit Du Dich hinterher nicht übergibst.
11.01.2010 20:22 Târâ Kasturbai Gyatso ist offline E-Mail an Târâ Kasturbai Gyatso senden Homepage von Târâ Kasturbai Gyatso Beiträge von Târâ Kasturbai Gyatso suchen Nehmen Sie Târâ Kasturbai Gyatso in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Târâ Kasturbai Gyatso in Ihre Kontaktliste ein
Bernhard Leber Bernhard Leber ist männlich
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Unter den Klängen der Orgel zieht Erzbischof Leber in die Kathedrale ein.

Liebe Gemeinde, in der Heiligen Schrift lesen wir heute:
"Er sagte aber zu einigen, die sich anmaßten, fromm zu sein, und verachteten die andern, dies Gleichnis: Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stand für sich und betete so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme. Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden."

Es singt der Tenor des Kirchenchors und es spielt das Kirchenorchester.

Liebe Gemeinde,
die heutige Lesung aus dem Evangelium legt uns eine Tugend ans Herz: die Demut. Für viele Menschen ist der Begriff Demut negativ besetzt: viele glauben, Demut gehe einher mit einem Minderwertigkeitskomplex, mit falscher Bescheidenheit, die dazu dient der eigenen Verantwortung auszuweichen. Doch das ist ein Zerrbild: in Wirklichkeit geht es um bei der Demut um das Ideal des sich selbst richtig Einschätzens, dass man sich nichts auf seine Charaktereigenschaften, Titel und Erfolge etwas einbildet. Die Demut ist das Fundament aller anderen Tugenden. Wenn uns die Demut fehlt, dann nützen uns die anderen Tugenden nichts.
Ist eine solche Einschätzung übertrieben? Ich denke nicht, und wir können es nachvollziehen, wenn wir uns das Gegenteil der Demut anschauen: den Hochmut, die Überheblichkeit, die Arroganz, die Eitelkeit, die Aufgeblasenheit. Zwar macht nichts einen so unbeliebt wie der Hochmut, auf der anderen Seite gibt es nichts, was uns bei uns selbst so schwer auffällt: je hochmütiger wir selbst sind, desto schwerer fällt er uns bei uns auf, aber um so mehr verdammen wir den Hochmut der anderen: je mehr wir selbst im Mittelpunkt des Geschehens oder der Aufmerksamkeit stehen will, umso mehr ärgert es uns, wenn andere sich in den Mittelpunkt stellen.
Hochmut lebt von Konkurrenz, vom Vergleich mit anderen, vom Glücksgefühl, wenn wir anderen überlegen sind. Hochmut will Wettbewerb und kennt daher keine Grenzen. Der Hochmut macht aus Freunden Feinde und er ist der Hauptgrund für alles Elend in jedem Volk und in jeder Familie. Er ist wie ein geistiger Krebs, der den letzten Rest von Liebe, Zuneigung, Zufriedenheit und gesundem Menschenverstand vernichtet.
Wo der Hochmut das Alltagsleben der Menschen bestimmt, da herrscht eine Hackordnung, da wird der Mitmensch zum Mittel der eigenen Selbststeigerung. Wo der Hochmut ins Maßlose gesteigert wird, ist er das Strukturprinzip der Hölle.
Wir sollten uns nichts vormachen: jeder von uns kann von Hochmut erfasst werden; jeder von uns hat auch die Veranlagung zum Bösen. Aber wir können auch gegensteuern: wenn wir selbstvergessen dem anderen hilfreich zur Seite standen, statt seine Lage zu unserem Vorteil auszunutzen.
Wer hat es nicht schon einmal erlebt, dass andere ihn gerade dann besonders sympathisch fanden, als er sich bescheiden zurückgehalten hat? Ist es nicht also eine empirische Tatsache, dass Hochmut Unzufriedenheit und Unfrieden stiftet?
Jesus sagt: "Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich selbst er-niedrigt, wird erhöht werden." Man könnte meinen, hier sei eine menschliche Klugheitsregel aufgestellt worden, nach dem Motto: "Wer sich selbst er-niedrigt, will erhöht werden." Doch darum geht es nicht. Vielmehr meint Jesus den ewigen Ausgleich durch Gott, so wie es im Spruch heißt: "Gott tritt den Stolzen entgegen, den Demütigen aber schenkt er seine Gnade." Doch das ewige Gericht wird schon im Diesseits erkennbar: die Hochmütigen sind unbeliebt und voller Bitterkeit, während die wahrhaft demütigen Menschen viele Freunde und ein frohes Herz haben. So wie Maria, die von sich sagt: "Meine Seele preist die Größe des Herrn, denn auf die Demut seiner Magd hat er geschaut."
Amen.

Liebe Gemeinde, lasst uns jetzt gemeinsam unser Glaubensbekenntns sprechen:

Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.
Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.
Amen.

Nachdem wir so nun unseren Glauben gestärkt sowie die Einheit und Unteilbarkeit der Heiligen Katholischen Kirche bestätigt haben, lasst uns beten, wie Jesus Christus es uns gelehrt hat:

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Breitet die Arme aus:

Der Herr beschütze dich und behüte dich,
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig,
der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und
schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.

Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz:

Amen.

Unter den Klängen der Orgel zieht Erzbischof Leber aus die Kathedrale aus.

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Kardinal Bernhard Leber
Erzbischof von St. Luca und
Metropolit der Demokratischen Union
Mitglied im Kollegium der Kardinäle der heiligen und apostolischen Katholischen Kirche
06.09.2010 00:13 Bernhard Leber ist offline Beiträge von Bernhard Leber suchen Nehmen Sie Bernhard Leber in Ihre Freundesliste auf
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